Episode 20 „authentisch durch die Krise“

Hallo und herzlich Willkommen zur 20 sten Episode „Viele-Sein“,

diesmal sprechen wir über Authentizität, unsere Wege zur Reflektion und Ideen, welche Umgänge hilfreich bei der Entwicklung von mehr Selbst.Bewusstsein sein könnten.

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6 Gedanken zu „Episode 20 „authentisch durch die Krise“

  1. Jan

    Hallo,
    wegen der Lautstärke wollte ich euch schonmal rückmelden, daß es bei der neuen Folge sehr viel besser zu sein scheint, danke :)
    Am Anfang ging mir durch den Kopf, vielleicht findet ihr die epischen feierlichen Worte ja dann beim 25. Episoden-Jubiläum ;)
    Liebe Grüße!

    Antwort
  2. Karolina

    Das Podcast war total spannend anzuhören und hat viele Gedankenstränge zu dem Thema in Schwingung versetzt.
    Es ist immer wieder ein Thema der Auseinandersetzung, inwieweit wir uns überhaupt als ein seiendes Selbst mit eigenständiger Existenz sehen (können). Es scheint eher so ein Sammelsurium aus personifizierten Reaktionsmustern, die eben aufgrund bestimmter Umwelten ihren Lauf nehmen. Eben genau diese dissoziativen Automatismen, die neben-unter-zwischen einem her laufen, ohne dass es da eine gefühlte Möglichkeit Einfluss zu nehmen gibt. Wir merken immer wieder wie dieses Nicht.Sein einerseits die Möglichkeiten bietet zu überleben, zu funktionieren und auszuhalten. Ohne ein Selbstempfinden lässt sich die Illusion so wunderbar ausbauen, dass die Dinge, die einem widerfahren, einem eben nicht wirklich widerfahren. Sie passieren einfach, losgelöst von einem, weil man doch gar nicht ist. Die Reaktionen, die wir auf unsere Umwelt liefern, liegen dann für unser Empfinden gänzlich bestimmt in der Umwelt selbst und lässt keinen Raum für ein „eigen“. Und das geht auch für uns dann häufig bis auf die ganz existenzielle Basis, sodass man immer noch nicht wirklich überzeugt davon ist, ohne reaktionserzeugende Umwelt überhaupt irgendwie existent zu sein. Das Problem ist natürlich, dass darin (zumindest für einen Teilbereich im inneren Erleben) die ultimative Begründung liegt, dass eben alles was geschieht, okay so ist, ja sogar genau so geschehen muss, denn schließlich passiert es ja. Es ist zum Teil bewusst, wie fatal dieses Nicht.Sein für uns ist, weil es uns eben auch jede Grundlage entzieht auf der wir zu mehr Selbstbestimmtheit gelangen könnten (wo denn auch?).
    Die Krisensituation ist an dem Punkt bisher die einzige für uns greifbare Chance gewesen eben diesem Gedankenkarussell zu entsteigen. Für uns ist die Krise (zumindest momentan) durch den Moment gekennzeichnet, indem man nicht mehr in den geforderten Reaktionsmustern „liefern“ kann, weil es eben schlicht nicht geht. Das Nichtkönnen, das für uns nach wie vor ganz schlimmes inneres Empfinden beinhaltet, hat aber eben dazu geführt, dass man gezwungen war Veränderung zu suchen. Es gab irgendwie nicht dieses mutige „Das ist was Schlechtes und ich muss mich der Gewalt nicht mehr ausliefern, sondern darf selbstbestimmter leben“, sondern einfach nur ein basaler Überlebenskampf, der sich – ebenso wenig wie Dissoziationen – nie nach einer Entscheidung angefühlt hat, sondern nach einem instinktiven Automatismus.
    Und trotzdem hat das und die nachfolgende Entwicklung so unheimlich viel mit uns gemacht, hat neue Strukturen entstehen lassen und Innenbereiche verändert, sodass ebendiese Reflexion, die wir hiermit versuchen über das Thema zu leisten, überhaupt erst möglich macht. Hat tatsächlich, in ziemlich verkappter Manier, zu ein bisschen Selbstempfinden an bestimmten Stellen im Innen geführt, an denen uns nun ganz neue Möglichkeiten der Handlungsfreiheit eröffnet werden.
    Das ist jetzt ganz schön lang und verworren geworden. Aber es ist schön und „selbst“ und „eigen“ solche Gedanken hier in der Kommentarfunktion an einer Stelle ins Außen zu geben, die genügend Anonymität bietet und auf so wenig materielles Dasein beschränkt ist, dass es möglich ist dieses eigene Sein und Denken und Darüber-Denken auch auszuhalten. Danke dafür ❤️

    Antwort
    1. Renée W.

      Hallo Karolina,
      ich finde es schön zu lesen, das du hier (in der Kommrntarfunktion) den Platz als guten Ort für dich und deine Gedanken empfindest.
      Was du über den instinktiven Überlebenskampf als basalen Automatismus schreibst, kann ich gut nachempfinden. Habe ähnliche Gedanken dazu.. Für mich fühlt es sich oft an wie ein: gar nicht anders können als immer weiter zu ringen und zu kämpfen..und manchmal ist dieses basale, automatische mit viel Verzweiflung verbunden. Und dennoch entsteht und wächst daraus eben auch so viel.. Mir hilft es gerade zu lesen, das du es ähnlich empfindest und beschreibst. Danke für das mit-teilen deiner Gedanken! Viele Grüße, Renee

      Antwort

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